Volkmar Winkler als Landtagskandidat wiedergewählt

Veröffentlicht am 16.11.2018 in Kommunales

v.l.: Martin Holke, Mathias Teuber und Volkmar Winkler

Mit einer Mischung aus Erfahrung und Jugend geht die SPD Nordsachsen in die Landtagswahlen am 1. September nächsten Jahres. Während im Wahlkreis Torgau/Oschatz erneut der Landtagsabgeordnete und frühere Mügelner Bürgermeister Volkmar Winkler mit 96,6 % fast einstimmig nominiert wurde, treten in den Wahlkreisen Delitzsch/Schkeuditz und Eilenburg/Taucha mit Martin Holke und Matthias Teuber zwei sehr junge Kandidaten an.  

Beide allerdings sind parteipolitisch nicht ganz unbeleckt.

Der 31-jährige Delitzscher Martin Holke, der mit 89,3 % als Kandidat bestätigt wurde, ist stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender und Chef der nordsächsischen Jusos, der Jugendorganisation der SPD. In dieser Funktion brachte der studierte Versicherungsvermittler in den vergangenen Jahren reichlich frischen Wind unter die jugendlichen Parteimitglieder. Neben seiner Landtagskandidatur strebt Holke auch ein Stadtratsmandat bei den Kommunalwahlen am 26. Mai in seiner Heimatstadt Delitzsch an.

Das gleiche Ziel hat der 38-jährige Eilenburger Mathias Teuber, der mit 92,9 % nominiert wurde. Seit einigen Monaten ist der Betreiber der Eilenburger Tierparkgaststätte der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Eilenburg. Zudem wurde er im Frühjahr auch in den Kreisvorstand Nordsachsens gewählt.

Volkmar Winkler fasste für alle drei nordsächsischen SPD-Kandidaten die Zielstellung zusammen. „Wir wollen weiterhin die Interessen der Bürger Nordsachsens vertreten und den geschürten Ängsten entgegentreten. Zudem wollen wir uns klar von der CDU abgrenzen, die mit ihren outgesourcten Kandidaten Leipzig kein positives Signal an die Bürgerinnen und Bürger unseres ländlichen Raumes gesendet haben.

Außerdem machte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag deutlich, dass die SPD in den letzten Jahren für einen Politikwechsel in Sachsen gesorgt hat. „Im Gegensatz zur vorherigen CDU/FDP-Regierung wurde kein Personal mehr abgebaut. Die groben Fehler u.a. im Lehrer- und Polizeibereich wurden korrigiert. Die Kommunen bekamen deutlich mehr Geld zur Verfügung gestellt. Der Breitbandausbau wird zu 100 % gefördert. Der Personalschlüssel in den Kitas wurde erhöht. Weiteres ließe sich aufzählen“, so Winkler.

Schließlich ging der studierte Diplomagraringenieur und Verwaltungswissenschaftler auf die Zukunft ein: „Wir als SPD bleiben bei der Forderung nach längerem gemeinsamen Lernen und unterstützen deshalb derzeit intensiv die Unterschriftensammlung für den aktuellen Volksantrag. Wir bleiben auch bei unserer Forderung der kostenfreien Bildung von der Kita bis zur Uni. Unser Ziel bleibt das Mobilitätsland Sachsen und deshalb ist es richtig, dass Wirtschaftsminister Dulig sich nicht weiter von dem kleinstaatlichen Denken der Landräte bremsen lässt, sondern nun einen Landesverkehrsverbund gründen will.“ Dabei gab Winkler unumwunden zu, dass dies alles viel leichter zu vermitteln wäre, wenn es nicht die Fehler in der eigenen Bundes-SPD gegeben hätte. „Dass die Regierungsparteien in Berlin an Vertrauen verloren haben, ist unbestritten. Deshalb aber werden wir in Sachsen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir werden den Landtagswahlkampf auf unsere erfolgreiche Arbeit aufbauen und müssen unseren Sachsen eine Perspektive geben.“