17.06.2015 in Reden

Sächsische Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft stärken

 

15. Sitzung des Sächsischen Landtags                                 Donnerstag 11. Juni 2015

Rede von Volkmar Winkler zum TOP 6: „Absatzförderung für Produkte der sächsischen Ernährungswirtschaft weiterentwickeln“ (Antrag CDU/SPD; Drs. 6/1284)

Es gilt das gesprochene Wort!

Anrede,

Absatzförderung von Agrarprodukten zielt natürlich darauf ab, unsere sächsischen Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu stärken.

Aus der Sicht der Konsumenten werden regionale Produkte immer wichtiger. Die Menschen wollen nicht nur wissen, was sie da essen sondern auch woher das Essen kommt. Für viele Menschen sind regionale Labels genauso wichtig wie das Label Bio. Dahinter steht vor allem das Bedürfnis einer nachhaltigen Lebensweise – aber auch die Sicherheit dass der Jogurt-Becher auf dem Frühstückstisch nicht erst 800 km durch ganz Europa gefahren wurde.

Dahinter steht vor allem eine Verbundenheit zur Region und das größere Vertrauen in die Qualität der Produkte bei Landwirten und Erzeuger vor Ort. Und natürlich kann sich der Käufer von regionalen Produkten sicher sein, dass er frische Produkte kauft.

Bei der Absatzförderung geht es also auch um Transparenz und Verbraucherinformation. Die geförderten Maßnahmen sollten auch grundsätzlich darauf abzielen die Verbraucher zu informieren.

Und stärker als bisher erhoffen sich die Koalitionspartner eine Sensibilisierung der sächsischen Konsumenten für die heimischen und saisonalen Produkte, die in jeder sächsischen Region verfügbar sind und in sehr guter Qualität angeboten und verarbeitet werden.

Mit unserem gemeinsamen Antrag wollen wir eine Evaluierung der Absatzförderung und die regelmäßige Verbesserung der Strukturen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie die Förderung und Entwicklung neuer Absatzmöglichkeiten und letztendlich die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.

12.02.2015 in Reden

Zukunftsfähige Landwirtschaft

 

Aktuelle Debatte CDU/SPD im Sächsischen Landtag

Landwirtschaft für alle – zukunftsfähig und nachhaltig“

6. Plenarsitzung am Mittwoch, dem 28. Januar 2015


 

Stichpunkte zur Rede von Volkmar Winkler

- es gilt das gesprochene Wort! -


 

Einleitung:

- wir sind uns in der Regierungskoalition der globalen und regionalen Verantwortung bewusst und wissen, dass die Landwirtschaft mit der Natur und nicht gegen sie arbeiten muss.

- unser gemeinsames Interesse sind gesunde, sichere, hochwertige, wohlschmeckende und bezahlbare Lebensmittel. Darin besteht sicher Einigkeit.

- die Frage ist: Wie wird Agrarpolitik ausgestaltet? Und zwar so, dass Lebensmittel sicher sind, Natur nicht belastet wird und Landwirt davon leben kann. In Diskussionen wird häufig vergessen, dass Landwirtschaft auch Wirtschaftszweig ist.


 

GAP und Koalitionsvertrag:

- Ausgestaltung der europäischen Agrarpolitik – bekannt ist weiterhin Forderung der Grünen - Abschaffung der Direktzahlungen

- natürlich gilt das Prinzip: öffentliches Geld für öffentliche Leistung – das wird auch mit Greening umgesetzt – langfristig müssen wir auch überlegen, ob die erste Säule in der zweiten aufgehen kann.

- aber - gerade aus ostdeutscher Perspektive – Landwirtschaftsbetriebe brauchen Zeit und Verlässlichkeit

- deshalb halten wir an den Beschlüssen der Münchner Agrarministerkonferenz vom Dezember 2013 fest – so auch im Koalitionsvertrag.


 

Massentierhaltung:

- eines der großen Themen, die auch wieder am Rande der Grünen Woche eine große Rolle spielten, ist die Frage der Art und Weise der Tierhaltung.

- es ist gut, dass dieses Thema schon lange in der Öffentlichkeit diskutiert wird: damit Auseinandersetzung und Veränderungen.

- auch Bauern haben ein großes Interesse an Tierwohl.

- die Entwicklung zur industriellen Tierhaltung und sogenannten Mega - Ställen sehe ich ganz persönlich sehr kritisch, vor allem deren Risiken und Nebenwirkungen auf nationaler und internationaler Ebene. Wir sollten in diesem Zusammenhang unsere bäuerlichen und mittelständischen Betriebe vor zunehmend unfairen Wettbewerbsbedingungen schützen.

- aber die in Teilen von Grünen zugespitzte Debatte, dass größere Betriebe per se nicht Tierwohl-gerecht arbeiten, entspricht nicht den Tatsachen.

- Tierwohl und Umweltschutz sind keine Frage der Betriebsgröße sondern der anzuwendenden Standards.

- Ställe in der Landwirtschaft müssen an die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden und nicht umgekehrt.

- im Koalitionsvertrag auf Bundesebene hat SPD höher Tierschutzstandards festgeschrieben.

- in erster Umsetzung dieser Forderung wurde auf Bundesebene bei Minister Schmidt ein „Kompetenzkreis Tierwohl“ eingerichtet. Der Kompetenzkreis hat vor kurzem Maßnahmen für mehr Tierschutz in Ställen vorgelegt, so u.a.

- serienmäßig hergestellte Stall-Einrichtungen sollen nach einer angemessenen Übergangsfrist nur noch geprüft auf den Markt kommen. Derzeit ist das Verfahren nur für Legehennen-Haltung geplant. Empfehlung des Kompetenzkreises: Auch Junghennen und Elterntiere einbeziehen und auf andere Nutztiere ausweiten.

- mit den Empfehlungen des Kompetenzkreises sind wesentliche Forderungen der SPD bestätigt.

- für artgerechte Tierhaltung sind Innovation und Investitionen nötig. Unser gemeinsames Ziel ist es aber auch, Innovationen schnell in die landwirtschaftliche Praxis einzuführen (Koalitionsvertrag)


 

Termine

Alle Termine öffnen.

26.03.2019, 18:00 Uhr Buchlesung "Integriert doch erst mal uns!" mit Petra Köpping

Alle Termine