Perspektivwechsel

Veröffentlicht am 08.09.2015 in Wahlkreis

Volkmar Winkler merkt beim Besuch und spielen mit den Mädchen und Jungen in der AWO-Kita in Dahlen schnell, wieviel Aufmerksamkeit und Zuwendung jedes Kind durch die ausgebildeten Erzieherinnen täglich benötigt. Foto: Bärbel Schumann

 

 

 

 

Volkmar Winkler besucht AWO-Kita „Kleine Sackhupper“

Betreuungsschlüssel ändert sich zum 1. September: „Es ist ein Anfang!“  - von Bärbel Schumann

Dahlen. Mit Wirkung des 1. September verbessert sich der Betreuungsschlüssel in den Sächsischen Kindertagesstätten. Statt bisher 13 Kinder wird er auf 12,5 abgesenkt. In den kommenden Jahren wird diese Minimierung fortgesetzt, damit sich die Erzieher in den Kindereinrichtungen noch individueller um die ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen kümmern können. „Die Verbesserung des Betreuungsschlüssels in unseren Einrichtungen wurde in unserem Koalitionsvertrag festgeschrieben und wird nun schrittweise umgesetzt“, erklärt Landtagsabgeordneter und Mitglied des AWO-Kreisvorstandes Collm-Mulde Volkmar Winkler.  Als Mitglied des Kreisvorstandes besuchte er in dieser Woche die AWO Kindertagestätte „Kleine Sackhupper“ in Dahlen. Hier verschaffte er sich in den Gesprächen mit der Leiterin der Einrichtung Ines Aschmoneit  und den anderen Mitarbeitern einen Überblick über die Bedingungen in der Einrichtung. Seit über 60 Jahren gibt es die Kindereinrichtung in der Heidestadt. Seit 1996 ist sie in der Trägerschaft der AWO, seit 2009 „Gesunde Kita“ und erhielt 2012 das Zertifikat als Kneipp-Kindertagesstätte. 69 Kinder, darunter 18 Krippenplätze, stehen hier zur Verfügung. Neun Erzieherinnen betreuen die Kinder. „Unsere Einrichtung ist gut ausgelastet und erfreut sich guten Zuspruchs auf Grund unseres Konzeptes“, erklärt Kita-Leiterin Ines Aschmoneit.

Sie habe ein tolles Team, mit dem es jeden Tag Spaß mache, zusammenzuarbeiten. „Die Änderung des Betreuungsschlüssels zu Monatsbeginn ist ein kleiner Schritt. Es ist eine Entwicklung, die wir uns wünschen“, erklärt sie. Angesprochen auf die Wünsche und Bedingungen für die Betreuung der Kinder, so habe die Praxis gezeigt, dass es sinnvoll wäre, wenn jeder Erzieherin zwei Stunden pro Woche für Planungs- und Dokumentationsarbeiten sowie andere schriftliche Arbeiten zur Verfügung stehen würden. „Der Umfang dieses Teils unserer Arbeit hat zugenommen, da wir zum Beispiel für jedes Kind eine Entwicklungsdokumentation führen“, erzählt die Leiterin aus dem Alltag. Beim Blättern in einem der Dokumentationsordner wurde Volkmar Winkler dieser Wunsch verständlich. „Wie sehen Sie die mögliche Unterstützung der Erzieher durch Sozialassistenten?“, wollte Winkler von ihr wissen. Das könnte eine gute Sache sein, würde unterstützen. Sie ersetze die Arbeit einer pädagogisch ausgebildeten Erzieherin jedoch nicht. „Die Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes verlangt zum Beispiel, dass wir die Kinder gezielt beobachten, Rückschlüsse ziehen, um sie individuell zu fördern“, nennt Ines Aschmoneit Fakten.  

Beim Rundgang durch die Räume der Einrichtung merkt das Kreisvorstandsmitglied schnell, dass die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Im Außenbereich freut sich Winkler, der gelernter Gärtner ist, dass Obstbäume und –sträucher genauso im Außenbereich zu finden sind wie Klettergerüst, Buddelkasten oder Erlebnispfad. „Obst und Gemüse gibt es bei uns zu Mahlzeiten jeden Tag. Da ist es schön wenn wir den Kindern im Garten zeigen können, wo zum Beispiel Äpfel wachsen“, so die Leiterin. Noch fehlt einiges Obst im Garten.

Spontan übergibt Volkmar Winkler der Einrichtung eine Spende zum Kauf von Bäumen und Sträuchern, damit auch in Zukunft die „kleinen Sackhupper“ in ihrer Kita die Bekanntschaft mit einheimischem Obst machen können.

 

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