Wirtschaftsminister Martin Dulig zu Besuch im Kemmlitzer Kaolinwerk

Landespolitik

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat heute auf Einladung seines Parteikollegen Volkmar Winkler MdL das Kemmlitzer Kaolinwerk besichtigt. Dieser Besuch war anlässlich einer geplanten Erweiterung des Tagebaus in Schleben/Crellenhain vereinbart worden.

Der Staatsminister betonte die große Bedeutung der Kaolinwerke für die nordsächsische Region: „Wir wissen, die Kemmlitzer Kaolinwerke zu schätzen. Unser Wohlstand kommt von unserer Industrie und den Beschäftigten, die diese Werte schaffen. Grundlage für die Produktion sind Rohstoffe. Vor allem für junge Leute sind solche großen Betriebe in einer eher strukturschwachen Region wie Nordsachsen von wichtiger Bedeutung. Sie bieten die Rahmenbedingung, im ländlichen Raum sesshaft zu bleiben“, so der Staatsminister am Vormittag in Kemmlitz.

In dem unweit von Mügeln gelegenen Traditionsbetrieb wird seit über 130 Jahren das auch als Porzellanerde bekannte Kaolin gewonnen und aufbereitet. 87 Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb in Kemmlitz. Seit 2004 ist das Tagebaufeld Schleben/Crellenhain im Aufschluss. Mit dem neuen Rahmenbetriebsplan möchten die Kemmlitzer Kaolinwerke diesen Tagebau erweitern. Nach aktuellen Schätzungen reichen die Rohkaolinvorräte in den genehmigten Flächen nur noch etwa drei Jahre. Mit der geplanten Erweiterung könnte die Rohstoff-versorgung des Werkes und damit die Belieferung seiner Kunden für 25 bis 30 Jahre sichergestellt werden.

Der nordsächsische Landtagsabgeordnete der SPD, Volkmar Winkler, betonte beim Treffen am Mittwoch die Wichtigkeit des Kaolinwerkes für die Attraktivität der Region: „Die Kemmlitzer Kaolinwerke haben in den letzten 15 Jahren 35 Millionen Euro investiert und damit auch das lokale Handwerk wesentlich gefördert. Das gleiche gilt auch für viele gemeinnützige Projekte, die durch das Kemmlitzer Werk tatkräftig unterstützt wurden. So einen starken Betrieb müssen wir bei uns halten und fördern“, so Winkler.

Das Treffen sollte vor allem die Unterstützung der Landespolitik für die Erweiterung zusichern. Über Informationsveranstaltungen und Workshops wurden in den letzten Jahren die durch die geplante Erweiterung zuerst betroffenen Anwohner in Crellenhain schon weit vor der vorgegebenen öffentlichen Auslegung mit in die Planung einbezogen. Ursprünglich sollte die Tagebauoberkante um 80 m näher an die Anlieger rücken, die Anwohner forderten einen Abstand von 150 m zu ihren Grundstücken.

Im Sinne eines für alle Beteiligten möglichst ausgewogenen Kompromisses orientiert sich die aktuelle Planung deshalb nicht mehr an Grundstücksgrenzen, sondern an der konkreten Entfernung zwischen den einzelnen Wohngebäuden und der Tagebauoberkante. Die nun öffentlich ausliegenden Rahmenbetriebsplanunterlagen sehen einen generellen Mindestabstand von 100 Metern zwischen den geplanten Tagebauoberkanten und sämtlichen Wohnhäusern vor.

Bis zum 01.06.2017 werden die Rahmenbetriebsplanunterlagen für die Weiterführung des Kaolintagebaus Schleben/Crellenhain der Kemmlitzer Kaolinwerke zur öffentlichen Einsichtnahme in Mügeln ausliegen.

Mehr dazu auch in der OAZ.

 

 
 

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