Winkler: "Wir brauchen die Mutterschafprämie zurück"

Landespolitik

„Die wirtschaftliche Situation eines Großteils der Schäfereibetriebe in Sachsen ist alles andere als rosig. Einer der Hauptgründe ist die Umstellung der EU-Förderung von der Mutterschafprämie hin zur Flächenprämie im Jahr 2005. Seitdem hat sich der Schafbestand im Prinzip halbiert und es gibt schon fast schaffreie Gebiete. Diesen Trend wollen wir entgegenwirken“, sagt Volkmar Winkler am Mittwoch im Plenum des Sächsischen Landtages.

„Wir haben uns für den Schutz des Wolfes ausgesprochen. Bei einem Besuch des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes in Beilrode im Frühjahr ist mir deutlich geworden, dass die Schäfer diesen Umstand durchaus respektieren, sie sind dadurch aber zusätzlichen Einschränkungen und hohem psychischen Druck ausgesetzt. Deshalb müssen wir Überlegungen anstellen, wie wir die aufwendigen Arbeiten zum Schutz der Herde durch Elektrozäune und Flatterbänder fördern. Außerdem muss die geltende Hundehaltungsverordnung für Herdenschutzhunde ausgesetzt werden.“

Hintergrund:

Kaum eine andere Form der Tierhaltung leistet einen so wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft wie die Schäfereien. Für die ihnen am Stichtag 17. Mai 2005 zur Verfügung stehenden Dauergrünlandflächen haben sie damals zusätzlich den flächenbezogenen Betrag für Dauergrünland erhalten. Auf diese Weise stand dem Sektor zunächst bundesweit insgesamt mehr Prämienvolumen zur Verfügung als unter dem vorherigen System gekoppelter Direktzahlungen. Im deutschen Entkopplungsmodell erfolgte ab 2010 eine schrittweise Angleichung der Werte aller Zahlungsansprüche. Dieser einsetzende Anpassungsprozess hin zu einheitlichen Zahlungsansprüchen führte dazu, dass sächsische Schäfer im Haupterwerb durch ihre geringe Flächenausstattung nennenswerte Prämieneinbußen hinnehmen mussten.

 
 

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18.12.2017, 10:00 Uhr AUL Sondersitzung

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